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| gespräch |
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| Do |
| 16.04.2026 |
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| 18:30 Uhr |
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Krise des Politischen? Krise der Politik? Krise der Demokratie?
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| Arbeitskreis »Gesellschaftliche Arbeitsteilung in der multiplen Krise« der Fritz Thyssen Stiftung |
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Politische Konflikte der Gegenwart scheinen sich zunehmend an den Grundlagen demokratischer Ordnung selbst zu entzünden. Ob darin bereits eine »Krise des Politischen« liegt, ist umstritten. Plausibler erscheint zunächst die Rede von einer »Krise der Politik« im Sinne von Regierungstätigkeit und Staatshandeln. Gemeint ist damit ein verbreitetes Unbehagen gegenüber Institutionen, Verfahren und politischen Eliten.
Es stellt sich die Frage, ob in den multiplen Krisen der Gegenwart ein inhärenter Widerspruch demokratischer Rechtsstaatlichkeit sichtbar wird: Demokratie ist einerseits auf Grenzen der Politisierung angewiesen, kann diese jedoch nur schwer legitimieren. Zugleich sieht sie sich damit konfrontiert, dass eben diese Grenzen selbst zunehmend zum Gegenstand politischer Auseinandersetzungen werden. Was demokratische Ordnung stabilisieren soll, gerät damit unter politischen Rechtfertigungsdruck.
Vor dem Hintergrund dieser Spannungen wird diskutiert, wie die gegenwärtige Krisendiagnose einzuordnen ist: Liegt eine Krise politischer Steuerungsfähigkeit oder der demokratischen Legitimation vor? Und was bedeutet dies für aktuelle Reformvorhaben und politische Praxis?
Auf dem Podium diskutieren Robin Alexander, Journalist und Autor, sowie Armin Nassehi, Vizepräsident der Ludwig-Maximilians-Universität München. |
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| Fritz Thyssen Stiftung | Apostelnkloster 13-15 | 50672 Köln |
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Der Arbeitskreis befasst sich mit den Arrangements gesellschaftlicher Arbeitsteilung in modernen Gesellschaften. Moderne Gesellschaften zeichnen sich dadurch aus, dass sie intern in verschiedenen Dimensionen und nach verschiedenen Logiken komplex differenziert sind und dass diese Differenziertheit nicht von einem einzelnen Differenzierungsmuster regiert und stabilisiert wird. Der beschreibende Zugriff aufs Ganze, Handeln »aus einem Guss«, Versuche einer gesamthaften »Steuerung« scheinen schon aus logischen Gründen streng genommen unmöglich und scheitern an der Komplexität und Kontingenz dieser Gesellschaft. Für den Arbeitskreis ist die Frage leitend, wie sich die Arrangements gesellschaftlicher Arbeitsteilung einerseits ändern und wie sie sich andererseits auch in bestimmten Richtungen ändern sollten angesichts der gesellschaftlichen Erfahrung vielfältiger Krisen. |
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